Blog
Captains Corner
Wie Gruppenidentität entsteht und warum Kommunikation bei Grouplink mehr ist als Content
Grouplink wächst als Unternehmensverbund mit vielen Standorten, unterschiedlichen Firmenkulturen und regionalen Strukturen. In unserer Captains Corner sprechen Mike Wagner, CEO der Grouplink Gruppe, und Lena Mahnken, Head of Corporate Communications, darüber, wie Integration im Alltag gelingt, welche Rolle Kommunikation dabei spielt und was Zugehörigkeit in einer sich entwickelnden Gruppe wirklich bedeutet.
Seit 2021 gibt es die Grouplink als Unternehmensgruppe, die Wurzeln reichen jedoch deutlich weiter zurück: Bereits 2004 entstand ein Partnernetzwerk unabhängiger mittelständischer IT-Unternehmen, das von der heutigen Grouplink Holding initiiert und aktiv gemanagt wurde. Ziel war es, die Stärken spezialisierter IT-Dienstleister zu bündeln und Kunden durch Zusammenarbeit besser begleiten zu können.
Aus diesem Netzwerkgedanken hat sich über die Jahre Schritt für Schritt die heutige Grouplink entwickelt: eine strukturierte IT-Dienstleistergruppe mit eigenen Unternehmen, klaren Kompetenzfeldern und einem gemeinsamen Qualitätsanspruch. Die Überzeugung, dass mittelständische Kunden am meisten profitieren, wenn spezialisierte Unternehmen ihre Kompetenzen bündeln und gleichzeitig regionale Nähe erhalten bleibt, ist weiterhin ein zentraler Bestandteil der Grouplink-Philosophie.
Mike Wagner: „Lena, du verantwortest die interne und externe Kommunikation der Gruppe. Gleichzeitig begleitest du über zweihundert Mitarbeitende auf dem gemeinsamen Weg. Was bedeutet diese Rolle konkret für dich? Und was prägt deinen Arbeitsalltag?“
Lena Mahnken: „Ich bin Head of Corporate Communications in der Grouplink Holding und verantworte gemeinsam mit meinem Team die Unternehmenskommunikation als Shared Service für die Gruppe.
Ich verstehe meine Aufgabe als verbindende Funktion. Kommunikation ist für mich nicht in erster Linie Content-Produktion, sondern Strukturarbeit. Sie schafft Orientierung, ordnet Entwicklungen ein und übersetzt strategische Entscheidungen in nachvollziehbare Botschaften.
Gerade in einer Unternehmensgruppe, die sich seit 2021 bewusster entwickelt und schnell wächst, ist das entscheidend. Wenn unterschiedliche Historien, Kulturen und Standorte zusammenkommen, entsteht automatisch Dynamik. Kommunikation hilft dabei, diese Dynamik zu rahmen, Missverständnisse zu vermeiden und an gemeinsamen Zielen auszurichten.“
Mike Wagner: „Wo steht aus Deiner Sicht Grouplink aktuell in diesem Entwicklungsprozess?“
Lena Mahnken: „Wir befinden uns in einer Phase, in der sich vieles konsolidiert. Strukturen werden klarer, Verantwortlichkeiten definierter, Prozesse stärker harmonisiert.
Gleichzeitig arbeiten wir an einem gemeinsamen Selbstverständnis. Eine Gruppe entsteht nicht automatisch durch eine Holding. Sie entsteht durch gemeinsame Haltung und durch wiederkehrende Zusammenarbeit.
Man merkt im Alltag, dass sich ein gruppenweites Denken entwickelt. Experten tauschen sich immer stärker standortübergreifend aus. Erfahrungen werden aktiver geteilt. Projekte werden gemeinsamer gedacht.
Aber wir sind auch realistisch: Integration ist kein Projekt mit einem Enddatum. Sie muss von den Menschen gelebt werden und ist ein kontinuierlicher Prozess, der Aufmerksamkeit, Geduld und Transparenz erfordert.
Wir wollen lokale Nähe und Eigenständigkeit erhalten und gleichzeitig durch gemeinsame Standards, Strukturen und strategische Ausrichtung Stabilität und eine höhere Skalierbarkeit schaffen.
Wir verstehen unsere Gruppe nicht als abstraktes Organisationsmodell, sondern als ein strategisches Versprechen. Das transportieren wir in der internen und externen Kommunikation.“
Mike Wagner: „Der Punkt Synergien wird in einem solchen Zusammenhang oft als Mehrwert genannt. Was bedeutet das für Dich konkret?“
Lena Mahnken: „Synergien sind nur dann relevant, wenn sie im Arbeitsalltag Wirkung entfalten. In der Unternehmenskommunikation bedeutet das vor allem, Strukturen zu schaffen, welche die Menschen, Informationen und Perspektiven innerhalb der Gruppe miteinander verbinden.
Ganz konkret zeigt sich das bei uns zum Beispiel durch:
- ein gruppenweites Online-Meeting-Format alle paar Wochen, in dem Entwicklungen aus der Gruppe transparent gemacht werden und Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Unternehmen und Standorten miteinander in Austausch kommen
- gemeinsame Kommunikationsplattformen und zentrale Informationskanäle, über die relevante Themen standortübergreifend zugänglich sind
- abgestimmte Kommunikationsprozesse zu strategischen Themen, Veränderungen oder wichtigen Unternehmensentwicklungen, damit Informationen konsistent und nachvollziehbar vermittelt werden
Genau hier setzt auch unser Shared-Service-Ansatz in der Unternehmenskommunikation an: Wir bündeln Kompetenzen und Strukturen auf Gruppenebene, um die einzelnen Unternehmen gezielt zu unterstützen und gleichzeitig konsistente Kommunikation nach innen und außen zu ermöglichen.
Das Ziel ist dabei nicht Vereinheitlichung um jeden Preis, sondern Harmonisierung und Orchestrierung dort, wo es sinnvoll ist und die Effizienz erhöht. Für Mitarbeitende entsteht ein größeres Netzwerk und ein breiteres fachliches Umfeld. Für Kunden bedeutet es zusätzliche Stabilität und Kompetenz. Und für potenziell durch M&A neu dazukommende Unternehmen zeigt sich, dass Integration in der Grouplink strukturiert und strategisch gedacht wird.“
Mike Wagner: „Unterschiedliche Kulturen und Standorte bringen Vielfalt. Was denkst Du, wie daraus ein echtes „Wir“ entsteht?“
Lena Mahnken: „Zunächst einmal durch Anerkennung. Unterschiedliche Kulturen sind kein Risiko, sondern Ausdruck gewachsener Stärke. In vielen unserer internen Meetings hört man heute schon Aussagen wie: ‚Unsere Dynamik entsteht durch die Vielfalt der Kulturen.‘ Das zeigt, dass dieses Verständnis zunehmend Teil unseres gemeinsamen Denkens wird.
Das „Wir“ entsteht nicht durch Gleichmacherei, sondern durch eine gemeinsame Klammer. Diese Klammer besteht aus klaren Prinzipien, gemeinsamen Zielen und einer transparenten Kommunikation. Und die Zugehörigkeit entsteht dort, wo Menschen erleben, dass sie Teil eines stabilen Rahmens sind und gleichzeitig ihre Identität behalten dürfen.
Unsere Aufgabe in der Kommunikation ist es, genau diese verbindenden Elemente sichtbar zu machen: gemeinsame Projekte, gegenseitige Unterstützung, Erfolge, die nur im Verbund möglich waren.
Gruppenidentität ist für uns kein Marketingbegriff, sondern das Ergebnis gelebter Zusammenarbeit.“
Mike Wagner: „Was motiviert dich dabei ganz persönlich?“
Lena Mahnken: „Mich motiviert, dass wir etwas aufbauen, das Substanz hat.
Seit zwei Jahren bin ich ein Teil der Gruppe und arbeite eng mit Geschäftsführungen, Teams und Standorten zusammen. Ich erlebe täglich, wie sich das gruppenweite Denken weiterentwickelt. Und das nicht durch Vorgabe, sondern durch “einfach machen”.
Ich schätze besonders die Verbindung aus strategischer Klarheit und operativer Umsetzung. Eine Leitlinie zu formulieren ist das eine. Sie aber für den Arbeitsalltag verständlich und tragfähig zu machen, das andere.
Und ich habe das Gefühl, dass wir als Gruppe in einer Phase sind, in der Haltung genauso wichtig ist wie Wachstum. Das macht die Aufgabe anspruchsvoll und zugleich sehr sinnvoll.“
Mike Wagner: „Abschließend – warum sollte man Teil von Grouplink werden?“
Lena Mahnken: „Weil wir mittelständische Nähe und Augenhöhe mit der Stabilität und Stärke eines verlässlichen Wegbegleiters verbinden.
Für Mitarbeitende bedeutet das Gestaltungsspielraum und Entwicklung in einem strukturierten Rahmen.
Für Kunden bedeutet es langfristige Partnerschaft mit gebündelter Kompetenz.
Für Investoren bedeutet es Wachstum mit klarer Ausrichtung.
Und für Unternehmen, die über ihren nächsten Wachstumsschritt nachdenken, bedeutet es eine Gruppe, die Integration partnerschaftlich und nachhaltig versteht.
Die Grouplink Gruppe ist keine feste, fertige Struktur. Sie wächst, hatte eine klare Ambition und entwickelt sich stetig weiter. Genau das macht uns attraktiv.“